Reisebericht Türkei 2013

Kas

Endlich ist es soweit. Auf Empfehlung unseres Clubmitgliedes Karl buchten wir unsere Clubreise September 2013 nach Kas, einem kleinen Ort an der lykischen Küste im Süden der Türkei. Kas: Das sind Bougainvilleas, geschnitzte Holzbalkone, antikes Theater, lykische Sarkophage Kopfsteinpflaster – die Haupteinkaufsgasse der kleinen, ruhigen Stadt mit dem griechischen Flair. Zahlreiche Restaurants warten auf Gäste am Hafen und in der Altstadt mit Tischen unter freiem Himmel. Die bezaubernd unbeschwerte Atmosphäre und der Charme des originellen Städtchens machen Kas so anziehend. Das größte und bedeutendste lykische Grabmal steht mitten in der Stadt – aus dem antiken Antiphellos. Die Tauchgänge bei Kas gehörten zu den besten in dieser Region, weshalb wir auch wieder hier unseren Tauchurlaub verbrachten.

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Eine Woche vor unserer Abreise fliegen bereits André, Steffi und Birgit nach dort. Auf ihre Erfahrung werden wir als Neuankömmlinge zurückgreifen können, was einiges erleichtert. Andi ist ein paar Stunden vorher losgeflogen, da er als Lufthansa-Angestellter andere Konditionen erhält. Die restlichen 14 Taucher sitzen nun im Flugzeug und unser Pilot steuert Antalya an. Riesig wirkt 1,2 Millionen Küstenstadt von oben, am Rande des Thaurusgebirges gelegen. Doch uns ist nicht nach Besichtigung dieser Stadt zumute, obwohl die schöne Altstadt von Antalya immer eine Reise wert ist. Einige kennen sie jedoch bereits und angesichts der späten Ankunftszeit entschließen wir uns direkt nach Kas zu fahren.

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Nach der Grenzkontrolle schnappen wir uns unsere Koffer und Tauchta-schen und begeben uns zum Ausgang. Wir verständigen uns durch Handzeichen und Zuruf, dass wir uns vor dem Flughafen-Terminal treffen, um ge-meinsam die Transfer-Taxis zu besteigen. Andi wartet bereits am Ausgang auf uns. Doch zwei Personen fehlen. Es sind Karl und Lucia, die nicht am vereinbarten Treffpunkt erscheinen. Was ist los? Warum kommen sie nicht. Wie immer hat Karl sein Handy ausgeschaltet und wir können ihn nicht erreichen. Eine Stunde vergeht und wir wissen immer noch nicht was los ist.  Zurück ins Terminal zu gehen klappt nicht, da wir von den Sicherheitskräften abgewiesen werden. Endlich winkt Lucia hinter der Barriere und teilt mit, dass der Koffer von Karl verschwunden ist. Wieder warten. Wir sind in der Türkei und da geht alles ein bisschen langsamer. Der türkische Begriff „Yavas-Yavas“ wird uns immer bewusster. Langsam macht sich ein Hungergefühl im Bauch bemerkbar. Da ein Schnellfood-Restaurant. Endlich etwas zwischen die Zähne zu bekommen ist ein herrliches Gefühl, da schmecken Hamburger und Pommes so gut, als wäre es eine Leibspeise. Zwischendurch packt Christian eine Flasche Whisky aus, die er im Duty-Free gekauft hat. Nach einer weiteren Stunde Wartezeit und der Aufnahme einer Vermisstenanzeige bezüglich des Koffers können wir endlich starten. Armer Karl, seine Kleidung und die gesamte Tauchausrüstung sind in dem Koffer. Mittlerweile ist es dunkel und wir haben noch drei Stunden Reisezeit im Bus vor uns. Doch diese vergeht recht schnell, sodass wir gegen Mitternacht in unserem gemütlichen Hotel recht müde ankommen.
Das von uns gebuchte Hotel Maki wird als Familienbetrieb geführt und zeichnet sich durch eine freundliche, persönliche Atmosphäre aus. Es befindet sich in sehr ruhiger Lage und hat einen wunderschönen Panoramablick auf den Hafen und die griechische Insel Mais. Das Hotel ist ca. 200 m von der Tauchbasis entfernt. Zur Hotelausstattung gehören unter anderem ein großer Pool, Aufzug und W-LAN. Die Zimmer sind freundlich eingerichtet und verfügen alle über Dusche/WC, Fön, Klimaanlage und Telefon.

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Nach wohltuendem Schlaf checken wir am kommenden Morgen bei der Tauchbasis ein. Emel, die Geschäftsführerin, ist gut vorbereitet und erklärt uns die Abläufe auf der Basis Kas Diving. Die Basis besteht seit 1999 besteht und befindet sich fast gegenüber der Küstenwache. Das neue Café Neptün, über der Tauchbasis, mit herrlichem Blick aufs Meer, bietet am Ende eines faszinierenden Tauchtages Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein mit Deko-Bier mit Erfahrungsaustausch über die letzten Tauchgänge und Planung für den nächsten Tag. Da das Tauchequipment für die gesamte Zeit der gebuchten Tauchgänge auf den Tauchbooten bleibt, erspart es uns das unbequeme Herumschleppen der Ausrüstung. Ein eigenes Hausriff in unmittelbarer Nähe der Basis eignet sich hervorragend für die Anfängerausbildung und Nachttauchgänge.

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Doch Karl macht sich erst einmal auf den Weg und kauft in Kas ein, damit er wenigstens etwas zum Anziehen hat. Wenn er damals gewusst hätte, dass der Koffer erst zwei Tage vor seiner Abreise wieder in seinem Besitz ist, hätte er nicht so gelassen reagiert. Am nächsten Morgen geht es dann los. Endlich Tauchen!  Wir begeben uns auf das Schiff, das uns die kommenden Tage zu unseren Tauchspots bringen wird. Auf der 20 m langen „Abyss“ hat man Platz und kann auch zwischen den Tauchgängen so richtig chillen. Urlaub genießen, auf ganzer Linie! Unser Tauchguide erklärt uns auf lustige Weise die Tauchgründe unter Zuhilfenahme von Spielzeugfischen und Handtücher, die er auf den Schiffsplanken ausbreitet, um den Ablauf des Tauchgangs darzu-stellen. Anschließend heißt es anrödeln, Ausrüstung kontrollieren und ins Wasser springen – Abtauchen und Genießen.

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Schon beim ersten Tauchgang am Neptun Riff, das sich außerhalb einer kleinen Landzunge der sogenannten Halbinsel von Kas befindet. begegnet uns eine Schildkröte, die auf Nahrungssuche gelassen an uns vorbei schwimmt und gelegentlich die Felsen nach etwas Fressbarem abweidet. Hauptmerkmal des Riffs sind 3 große Felsen im Tiefenbereich von 8 – 12 Metern, weshalb dieser Platz auch „Üc Kaya“ (3 Felsen) genannt wird. Bemerkenswert sind hier diverse, teilweise sehr gut erhaltene Amphoren, von denen einige auf ca. 2000 Jahre datiert sind. Da das Tauchgebiet seit zwei Jahren den Status eines Naturschutzgebietes hat, ist der Fischbestand bereits in dieser kurzen Zeit deutlich angestiegen. Tauchgänge an mehreren Wracks begeistern genauso wie an Stellen, bei denen noch Anker aus der osmanischen Zeit auf dem Grund liegen. Dort gesellen sich auch immer wieder große Zackenbarsche zu uns, die sich gerne in Positur stellen, damit wir sie entsprechend ablichten können.

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In der ruhigen Bucht von Limanagzi liegt das Wrack einer alten Dakota DC 3. Das Flugzeug wurde extra zum Betauchen versenkt. Es steht im Sandgrund zwischen 16 und 24 Metern Tiefe. Imposant wirkt das Wrack, wenn es aus dem Nichts auftaucht, mit seinen ausladenden Tragflächen und den vielen Fischschwärmen, die sich um das Flugzeug gesellen. Ein schönes Gefühl in das Flugzeug hinein zu tauchen; da fühlt man sich in vergangene Zeiten zurückversetzt, wenn ein aufgeklapptes Notebook im Passagierraum nicht Zeugnis einer modernen Welt darstellen würde. Insbesondere die Durchbrüche und kleineren Höhlen begeistern nicht nur unsere Tauchgurus Bernd und Wolfgang, sondern auch Anfänger wie Larissa, Steffi, Petra, Hendrik und Andi. Nur Andreas muss mehrere Tauchgänge aussetzen, da sein Ohr zwickt und eine Gehörgangsentzündung erst abklingen muss. Gisela und Joggi schweben wie immer gewohnt sicher über den Felsen und Anja sowie Peter tun es ihnen gleich. Karl und ich sind mit Filmen und Fotografieren beschäftigt, um die wunderschönen Tauchgründe von Kas zu dokumentieren. Christian und André gleiten über Abhänge und genießen das dunkle Blau in der Tiefe.  
Der „Canyon“ in Kas ist ein Highlight eines jeden Tauchurlaubes: Beginnend in 3 Meter Tiefe geht es bis auf 23 Meter zwischen den wunderschönen Wänden steil abwärts. Den Canyon verlassend stößt man fast automatisch auf die Überreste des 60 Meter langen griechischen Baumwollfrachters „Dimitri“, der hier in den fünfziger Jahren (1956) beim Aufprall auf das Riff zerstört wurde. Das Heck und ein Teil der Aufbauten sind noch einigermaßen erhalten, das Vorschiff ist schon stark zerstört. Ein kleines Riff in 25 – 30 m Tiefe rundet den Tauchgang ab. Ein wunderschöner Tauchplatz. Später können wir noch einen schönen Kamin und einen kleineren Tunnel erkunden.

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Ein dreimotoriger Mittelstreckenbomber der italienischen Luftwaffe liegt am Tauchplatz „Flying Fish“ und ist laut einer Wahl bei türkischen Tauchern und Tauchschulen der „Tauchplatz Nr. 1“ in der gesamten Türkei. Die Maschine liegt zwischen dem türkischen Kas und der griechischen Insel Meis in einer Tiefe zwischen 57 und 71 Metern. Aufgrund dieser Tiefe bieten verständlicher Weise nicht alle Tauchbasen einen Tauchgang zum Wrack an und wenn, dann nur für sehr erfahrene Taucher. Wer hier ein komplettes Flugzeugwrack erwartet kommt ein paar Jahre zu spät. Nur noch die drei Propeller und ein paar Hydraulik-Leitungen erinnern an das Flugzeug, das Gerippe dagegen ist ziemlich verfallen und die Außenhaut fehlt komplett. Das Wrack ist jedoch schön bewachsen und man begegnet kapitalen Zackenbarschen und dösenden großen Skorpionsfischen. Die Maschine ist eine Savoia Marchetti SM 79 I „Sparviero“ (“Sperber”). Viele halten diesen Flugzeugtyp als einen der erfolgreichsten Jagdtorpedobomber des Zweiten Weltkriegs. Er wurde aus der achtsitzigen Passagierversion SM 81 entwickelt, die sich aber bis auf den MG-Stand auf der Rumpfoberseite, eine Gondel für den Bombenschützen an der Rumpfunterseite und das erhöhte Cockpit – das der SM 79 den Spitznamen „Der buckelige Bomber“ eintrug – strukturell nicht von der Transportversion unterschied. Die Maschine maß in der Länge 15,80 m und hatte eine Spannweite von 21,20 m. Weitere Tauchgebiete waren das Canyon Wreck (Griechisches Stahlschiff auf einer Tiefe von 30 – 35 m) so-wie das Mavi Wrack & Paradise Reef: Etwas abseits der „Pidgin Island“ befindet sich das „Mavi“ Wrack (ca. 22 m tief), wo sich Zackenbarsche und diverse Brassen tummeln. Das Wrack wurde dort vor einigen Jahren künstlich versenkt; einige Winterstürme haben der Holzkonstruktion schon etwas zugesetzt, aber es gibt immer noch einiges zu bewundern. Folgt man dem Bug des „Mavi Wracks“ gelangt man zum „Paradise Reef“: Hier gibt es unzählige Amphoren, zwei antike Anker sowie Muränen (manche wohnen in den Amphoren) zu bewundern.

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Eine interessante Abwechslung zum mediterranen Flair in Kas bietet ein Ausflug zum Forellenessen in das Bergdorf Gömbe, das im Winter ca. 2000 Einwohner hat, im Sommer aber ungefähr 20.000, weil die Menschen ihre Dörfer der Küstenregionen verlassen, um im angenehm kühlen Klima in 1500 m Höhe zu leben. Die Fahrt führt über eine wunderschöne Panoramastraße durch kühle Zedernwälder bis zu diesem beschaulichen Städtchen, das malerisch von Obstplantagen umgeben ist. Gömbe ist bekannt für seine direkt an den kühlen Gebirgsbächen gelegenen kleinen Restaurants mit Forellenzucht, wo man sich unter Bäumen gemütlich niederlässt und bei frischem Fisch und einem guten Wein den Tag ausklingen lässt.

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Die antike Stadt Xanthos und der zugehörige Tempelbezirk Letoon stehen als Hauptstadt und Bundesheiligtum des Lykischen Bundes im Mittelpunkt der Geschichte Lykiens (Kleinasien). Neben bedeutenden Resten von Tempeln und städtischen Bauten steht Xanthos für eine Reihe einzigartiger lyki-scher Denkmäler, deren Grabbauten, Pfeilergräber und Sarkophage reich mit Reliefs und Skulpturen geschmückt sind. Xanthos und Letoon gehören seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Archäologisch ist die Besiedlung aber erst seit dem 8. Jahrhundert nachweisbar, und erst in Herodots Schilderung der Ereignisse des Jahres 545 v. Chr. tritt die Stadt in die antike Geschichte ein. Im verzweifelten Abwehrkampf gegen die Truppen des persi-schen Feldherrn Harpagos, so berichtet der Geschichtsschreiber (um 425 v. Chr.), zogen sich die Lykier in die befestigte Stadt zurück und verschanzten sich. Die Männer sammelten ihre Frauen, Kinder, Sklaven und allen Besitz in der Burg und brannten diese vollständig nieder. Entschlossen wagten sie einen Ausfall, bei dem alle von den Persern getötet wurden. Nur 80 Familien, so Herodot, überlebten, weil sie zur Zeit des persischen Angriffs außerhalb der Stadt waren. Da man archäologisch keine größere Zerstörung der Stadt im 6. Jahrhundert nachweisen kann, bezweifeln heutige Forscher die Historizität dieser Geschichte.
Die Fahrt führt uns weiter nach Patara. Der Hafen Pataras, der sich – wie noch heute ersichtlich – über circa zwei Kilometer ins Landesinnere erstreckte, verlandete seit der Antike langsam. Dies geschah durch kontinu-ierliche Sandanschwemmung des nahen, schnellfließenden Flusses Xan-thos und durch die Bildung von Wanderdünen. Endgültig aufgegeben wurde der Hafen wohl im Mittelalter (13. Jahrhundert). Systematische Ausgrabungen der Stadt wurden in den 2000er Jahren durchgeführt. Im Gelände lassen sich die Überreste größerer Bauten erkennen: ein römischer Triumphbogen mit drei Durchgängen, Bäder, ein Theater, ein Getreidespeicher aus der Zeit Hadrians, zwei Aquädukte, die Hauptstraße (welche jedoch zum Teil unter Wasser steht) und Grundrisse des antiken Leuchtturms. In den letzten Jahren ist das Buleuterion, das Versammlungsgebäude des Lykischen Bundes, neu errichtet worden. Am Traumstrand von Patara, 400 m breit und acht Kilometer lang, machten wir eine längere Pause. Tagsüber gehört der Strand den Menschen, nachts den Karett-Schildkröten, die hier im Sommer ihre Eier ablegen.

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Viel Spaß bereitete uns mal wieder die Saklikent Klamm oder Canyon. Der Canyon entstand vor über 40 Jahren durch ein Erdbeben und ist daher auch erst in den 80-iger Jahren entdeckt worden. Der Canyon ist daher bekannt als das „Versteckte Tal“, 18 km lang, und ist eine der längsten und tiefsten Schluchten der Türkei. Das Felsmassiv, das bis zu 300 m hoch ist, ragt senkrecht nach oben. Über einen rund 200 m langen Holzsteg gelangt man zum Einstieg und ist teilweise für nicht ganz Geübte begehbar. Für Kletterbegeisterte oder Unverzagte (wie wir) ist es sogar möglich, den Canyon ganz zu erkunden, wobei Füßlinge oder Trekkingsandalen und Badesachen nicht vergessen werden sollten, da das Vorwärtskommen durch diverse Wasserbecken erschwert wird. Bis zur ersten großen Mauer hielten wir diesmal durch, dann war Rückzug angesagt.

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Weitere historische Stätten werden in kleinen Gruppen besucht. Myra ist eine antike Stadt in Lykien. Der Ort heißt heute Demre. Bekannt ist Myra als Wallfahrtsort (vor allem für die Orthodoxe Kirche) wegen des von dort stammenden Nikolaus von Myra. Myra ist Kunst für die Toten: gemeint sind die Felsengräber der Lykier in der See-Nekropole aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Zur Zeit des Bischofs Nikolaus soll ein bettelarmer Mann in Myra gelebt haben, der seine drei Töchter zu Prostituierten machen wollte, weil sie heiraten sollten, der Vater aber keine Mitgift zahlen konnte. Und die drei weinten und weinten. Der Bischof hörte das Jammern, packte ein Goldsäckchen und ritt des nachts zum Haus der Familie. Alle Türen und Fenster verschlossen! So musste er auf das Dach des Hauses klettern und die Goldstücke in den Kamin werfen. Sie fielen sanft in die Mädchensocken, die dort zum Trocknen hingen. Heute steckt er seine Geschenke in die Schuhe vor der Haustür, was seine Arbeit als Nikolaus wesentlich leichter macht. Sarg und Kirche des heiligen Nikolaus (ca. 300 – 350) sind noch erhalten. Auch wegen des 10.000 Plätze großen römischen Theaters und der lykischen Felsengräber ist Myra eine touristische Attraktion. Weiter ging der Autoausflug nach Kekova.

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Das herrliche Gebiet um die Insel Kekova, eine ca. nur 7 km lange Insel, mit seinen zahllosen Buchten, kleinen Inseln und antiken Stätten gehört zu den schönsten Ferienorten des türkischen Mittelmeeres. Der Ort ist durch Erdbeben unter den Meeresspiegel gesunken und hat zahlreiche Häuser, Tempel und Plätze zerstört. Der Boden ist noch übersät von den Unterwasserruinen und wunderschönen Mosaikböden, selbst die ehemalige Hafenanlage ist noch unter Wasser zu erkennen. Das Ganze hat nur einen großen Nachteil: es besteht wegen der antiken Stätte strengstes Tauchverbot in Bereich der „Sunken City“. Von Kekova aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Burg Simena, die über dem heutigen Dorf Kale thront. Inschriften zufolge wurde Simena im 4. Jh. v. Chr. am Golf von Kekova gegründet. Im Innern der Burg befindet sich ein kleines, in die felsige Rückwand hinein gebautes kleines Theater. Dies ist das kleinste Theater Lykiens mit nur 7 Sitzreihen. Im Westen des Theaters befinden sich Felsengräber und über diesen eine römische Steinmauer. Am Hafen werden Kelimteppiche als Blickfang für Touristen angeboten. Ein lykisches Grab, der berühmteste Sarkophag der Türkei und Wahrzeichen von Simena, steht mitten im Wasser.

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Nach den Land- und Tauchausflügen spazieren wir in die Stadt und lassen uns von dem Flair der aufstrebenden Stadt verzaubern. Hochhäuser und große Hotels sucht man in Kas vergebens und so bewahrt sich diese Stadt ihre Ursprünglichkeit und ihr orientalisches Ambiente. Mehrere gemeinsame Essen runden die geselligen Abende ab, und wenn man noch Lust verspürt, so trifft man sich noch vor dem Hotel auf der Terrasse bei einem Drink in lauwarmer Nacht. So ist es auch nicht verwunderlich, dass zwei Club-Mitglieder, die nur eine Woche gebucht haben, schweren Herzens abreisen. Die anderen jedoch können noch eine weitere Woche in schöner Atmosphäre genießen.

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Es war eine gelungene und schöne Clubreise, bei der wir viel Positives erleben durften. Kas, wir kommen wieder!

Dietmar Sturm, 1. Vorsitzender
Jürgen Lüder-Lühr, 2. Vorsitzender